BAG BBW

Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke e.V.

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Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW) ist der Dachverband der 51 Berufsbildungswerke in Deutschland, die jährlich rund 16.000 junge Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen beruflich rehabilitieren. Sie koordiniert die fachlichen und verbandspolitischen Interessen der Berufsbildungswerke, fördert Qualitätsentwicklung und Vernetzung, unterstützt die duale Berufsausbildung in über 200 anerkannten Ausbildungsberufen und gibt die Fachzeitschrift 'Die Berufliche Rehabilitation' heraus. Die Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit und regionalen Unternehmen ist ein wesentliches Merkmal der Berufsbildungswerke.

Die Geschichte der BAG BBW ist eng mit der sozialpolitischen Rehabilitationsoffensive der frühen 1970er Jahre verknüpft. Unter der sozialliberalen Regierung Brandt wurde berufliche Rehabilitation für Menschen mit Behinderungen zum Gegenstand aktiver Bundesförderung; das Arbeitsförderungsgesetz (1969) und das Aktionsprogramm zur Rehabilitation (1970) schufen die gesetzliche Grundlage. 1975 entstand der Verband, der 1982 per Satzungsänderung seinen heutigen Namen erhielt. Drei Vorstandsmitglieder werden durch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege entsandt, was die institutionelle Einbindung in die freie Wohlfahrtspflege unterstreicht.

Das Alleinstellungsmerkmal der BAG BBW liegt in der Bündelung spezialisierter Einrichtungen, die jungen Menschen mit komplexen Behinderungsbildern, darunter auch Autismus-Spektrum-Störungen, eine abschlussqualifizierende Berufsausbildung ermöglichen. Berufsbildungswerke kombinieren Berufsschule, Ausbildung, medizinische Begleitung und sozialpädagogische Unterstützung unter einem Dach und erreichen damit hohe Vermittlungsquoten in den ersten Arbeitsmarkt.

Steckbrief

Rechtsform
e.V.
Sitz
Berlin
Adresse
Oranienburger Straße 13/14
10178 Berlin

Leitung

  • Tobias Schmidt (Vorsitzender)
  • Tanja Ergin (Geschäftsführerin)