BAG GPV
Bundesarbeitsgemeinschaft Gemeindepsychiatrischer Verbünde e.V.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Gemeindepsychiatrischer Verbünde e. V. (BAG GPV) ist der Zusammenschluss regionaler Gemeindepsychiatrischer Verbünde in Deutschland. Gemeindepsychiatrische Verbünde sind regionale Kooperationsstrukturen der wesentlichen psychiatrischen Leistungserbringer, die durch verbindlich vereinbarte Qualitätsstandards sicherstellen, dass kein Mensch wegen der Art oder Schwere seiner psychischen Erkrankung von der Versorgung in seiner Heimatregion ausgeschlossen wird. Die BAG GPV vertritt dieses Versorgungsmodell auf nationaler Ebene, entwickelt Qualitätsstandards weiter, organisiert Fachkonferenzen und erarbeitet Positionspapiere, zuletzt etwa zur Vermeidung von Zwangsmaßnahmen in der psychiatrischen Versorgung.
Die BAG GPV wurde am 29. März 2006 in Kassel mit 13 Gründungsmitgliedern gegründet, nachdem die Aktion Psychisch Kranke (APK) ab 2003 eine Initiative zur Gründung gestartet und 2005 zum Beitritt aufgerufen hatte. Seitdem hat die Organisation ihr Netzwerk auf über 40 Mitgliedsverbünde in allen Teilen Deutschlands ausgebaut. Sitz ist Köln.
Als vergleichsweise junger Verband innerhalb der Gemeindepsychiatrie verkörpert die BAG GPV den Paradigmenwechsel von stationär-zentrierter zu gemeindenaher psychiatrischer Versorgung. Sie setzt auf verbindliche regionale Vernetzung statt auf Einzeleinrichtungen und verbindet damit Qualitätssicherung mit dem Prinzip der wohnortnahen, inklusiven Versorgung. Das Mitgliedschaftsmodell erfordert die Erfüllung definierter Qualitätsstandards, was die BAG GPV von reinen Interessenverbänden unterscheidet.
Steckbrief
- Rechtsform
- e.V.
- Sitz
- Köln