VKD
Vinzenz-Konferenzen Deutschland
Die Gemeinschaft der Vinzenz-Konferenzen Deutschlands e. V. (VKD) mit Sitz in Köln ist ein kirchlich und staatlich anerkannter Verband ehrenamtlich tätiger katholischer Laien. In rund 160 Konferenzen und Helfergruppen, verteilt auf 15 Diözesen, engagieren sich etwa 3.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in persönlichen Haus- und Krankenbesuchsdiensten, der Altenarbeit sowie der direkten Armenhilfe. Konkrete Einsatzfelder reichen von der Begleitung pflegebedürftiger Menschen über Lebensmittelhilfen für Familien in Not bis hin zu Besuchen bei inhaftierten Jugendlichen. Die Mitarbeit ist kostenlos; im Mittelpunkt steht stets die unmittelbare persönliche Begegnung.
Die VKD geht auf die 1845 in Deutschland gegründete Sektion der Internationalen Konföderation der Gemeinschaft des Heiligen Vinzenz von Paul zurück, die sich ihrerseits auf den Pariser Studenten Frédéric Ozanam stützt, der 1833 die erste Vinzenzkonferenz ins Leben rief. Nach dem ersten Deutschen Katholikentag 1848 erlebte die vinzentinische Bewegung in Deutschland einen bedeutenden Aufschwung. Im Mai 1961 erhielt der Verband seinen heutigen Namen. Weltweit ist die Gemeinschaft in 134 Ländern mit über 500.000 Mitgliedern vertreten.
Das Besondere an der VKD ist ihr ausschließlich ehrenamtlicher Charakter und die Betonung des direkten, persönlichen Einsatzes gegenüber anonymen Hilfesystemen. Das Vereinsmotto „Freude schenken – Freude erfahren“ bringt das gegenseitige Prinzip zum Ausdruck: Helfen wird als bereichernde Erfahrung für beide Seiten verstanden. Als Fachverband innerhalb der freien Wohlfahrtspflege ist die VKD dem Deutschen Caritasverband angegliedert und bewahrt gleichzeitig ihre Eigenständigkeit als internationale Laienbewegung.
Steckbrief
- Sitz
- Köln