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Brot für die Welt

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Brot für die Welt ist das Entwicklungshilfewerk der evangelischen Kirchen in Deutschland und eine der bekanntesten deutschen Marken im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Die Organisation wurde am 12. Dezember 1959 in der Berliner Deutschlandhalle gegründet, nachdem eine Hungerkrise in Indien die evangelische Kirchenwelt zur kollektiven Hilfsaktion mobilisiert hatte. Seit 2012 ist Brot für die Welt eine Marke des Evangelischen Werks für Diakonie und Entwicklung e.V. (EWDE), das durch die Fusion von Diakonischem Werk der EKD und Evangelischem Entwicklungsdienst entstand.

Das Arbeitsprogramm umfasst die Förderung von Entwicklungsprojekten in Partnerschaft mit lokalen, meist kirchlichen Organisationen im Globalen Süden. Im Jahr 2024 wurden 2.919 Projekte in 81 Ländern unterstützt. Thematische Schwerpunkte sind Ernährungssicherung, Armutsbekämpfung, Menschenrechte, Klimagerechtigkeit, Wasserzugang und Stärkung von Frauen. Ergänzt wird die Projektarbeit durch entwicklungspolitische Bildungsarbeit und Lobbyarbeit gegenüber politischen Entscheidungsträgern.

Brot für die Welt zeichnet sich durch eine hohe Mitteltransparenz aus: 90,8 Prozent der Ausgaben fließen direkt in die Projektarbeit, nur 9,2 Prozent entfallen auf Verwaltung und Werbung. Die Organisation trägt das DZI-Spendensiegel. Das Partnerschaftsprinzip – gleichberechtigte, langfristige Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen zur Stärkung von Eigenverantwortung und Nachhaltigkeit – ist das prägende Merkmal des Förderansatzes.

Steckbrief

Sitz
Berlin