DRK-BSD

DRK-Blutspendedienste

Fachverbandblutspendegesundheit

Die fünf DRK-Blutspendedienste sichern gemeinsam die Versorgung der Patientinnen und Patienten in Deutschland mit lebensrettenden Blutpräparaten und decken rund 75 Prozent des gesamten deutschen Blutbedarfs ab. Jährlich werden bundesweit etwa 38.000 Blutspendetermine organisiert, bei denen Millionen freiwillige und unentgeltliche Spenderinnen und Spender Blut spenden. Neben der klassischen Vollblutspende werden Thrombozyten- und Plasmapheresen sowie Eigenblutspendeprogramme angeboten. Moderne digitale Dienste wie die App „Spenderservice.net“ und der Online-Eignungscheck „Spende-Check“ erleichtern Spenderinnen und Spendern den Zugang.

Der Aufbau eines organisierten Blutspendewesens in Deutschland begann nach dem Zweiten Weltkrieg: Ein Grubenunglück im Jahr 1950 in Gelsenkirchen-Rotthausen hatte gezeigt, dass Deutschland auf importierte Blutkonserven angewiesen war. Im Februar 1952 fand in Gelsenkirchen der erste DRK-Blutspendetermin statt. In den folgenden Jahrzehnten bauten die fünf regionalen Blutspendedienste – West, Nord-Ost, Baden-Württemberg/Hessen, Bayern und NSTOB – ein flächendeckendes, dauerhaft tragfähiges System freiwilliger Blutspende auf.

Das Alleinstellungsmerkmal der DRK-Blutspendedienste ist die Kombination aus ehrenamtlicher Spendenbereitschaft der Bevölkerung, regionaler Dezentralisierung und überregionaler Koordination. Das Prinzip der freiwilligen und unentgeltlichen Blutspende unterscheidet das DRK-System von kommerziellen Blutproduktherstellern und entspricht den Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation. Als Teil des DRK und damit der freien Wohlfahrtspflege ist die Blutversorgung organisatorisch in ein breites Netz humanitärer Dienste eingebettet.

Steckbrief

Sitz
Berlin