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Volkssolidarität Bundesverband e.V.
Die Volkssolidarität ist ein Sozial- und Wohlfahrtsverband, der vor allem in den ostdeutschen Bundesländern tätig ist. Sie arbeitet nach einem Drei-Säulen-Modell: als Mitgliederverband mit Vereinsleben, Kulturangeboten und Selbsthilfegruppen, als sozialer Dienstleister mit ambulanter Pflege, stationärer Altenhilfe, Kinderbetreuung und Beratungsangeboten sowie als sozialpolitische Interessenvertretung für einen starken Sozialstaat. Mit rund 19.700 hauptamtlichen Beschäftigten und 13.000 Ehrenamtlichen betreibt die Organisation etwa 400 Kindertagesstätten, 151 Pflegeheime und 200 seniorengerechte Wohnanlagen.
Die Volkssolidarität wurde am 17. Oktober 1945 in Dresden gegründet, zunächst auf Initiative eines breiten politischen Bündnisses aus SPD, KPD, CDU, LDPD, Kirchen und Gewerkschaften zur Linderung der Kriegsfolgen. In der DDR wandelte sie sich zur Massenorganisation mit dem Schwerpunkt Seniorenbetreuung und Nachbarschaftshilfe. Nach der Wiedervereinigung vollzog sie einen grundlegenden Strukturwandel zu einem modernen Wohlfahrtsverband und ist heute Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband.
Das besondere Profil der Volkssolidarität ergibt sich aus ihrer ostdeutschen Verwurzelung und ihrer gewachsenen Gemeinschaftskultur: Der Leitspruch „Miteinander – Füreinander“ spiegelt eine Tradition gegenseitiger Solidarität wider, die über die reine Dienstleistungserbringung hinausgeht. Als konfessionell und parteipolitisch unabhängiger Verband mit historisch gewachsener Massenmitgliedschaft verbindet sie professionelle Sozialarbeit mit einem stark ehrenamtlich geprägten Vereinsleben.
Steckbrief
- Sitz
- Berlin