Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.
Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. ist das gemeinsame Forum von Kommunen, Ländern, Bundesbehörden, Wohlfahrtsverbänden, Sozialunternehmen, Wissenschaft und Einzelpersonen zur Gestaltung der Sozialpolitik in Deutschland. Er erarbeitet Empfehlungen und Stellungnahmen für Fachpraxis und Gesetzgebung, veranstaltet den alle drei Jahre stattfindenden Deutschen Fürsorgetag als wichtige sozialpolitische Großveranstaltung und gibt wissenschaftliche Publikationen heraus, darunter das 'Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit' sowie das 'Fachlexikon der sozialen Arbeit'. Darüber hinaus vergibt der Verein Förderpreise und betreibt eine eigene Stiftung.
Gegründet 1880 in Berlin als 'Deutscher Verein für Armenpflege und Wohlthätigkeit', gehört er zu den ältesten kontinuierlich tätigen Sozialorganisationen Deutschlands. Ursprünglich als Forum zur Vereinheitlichung der zersplitterten deutschen Armenpflege ins Leben gerufen, entwickelte er sich über die Weimarer Republik, die Nachkriegszeit und die sozialpolitischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts zu einer zentralen Institution der deutschen Soziallandschaft. Heute hat er seinen Sitz in Berlin und vertritt über 2.500 Mitglieder.
Das Alleinstellungsmerkmal des Deutschen Vereins liegt in seiner einzigartigen Zusammensetzung: Er bringt öffentliche und private, kommunale und bundesstaatliche, fachliche und wissenschaftliche Akteure dauerhaft in einem gemeinsamen Gremium zusammen. Diese trägerübergreifende Neutralität befähigt ihn, als anerkannte Vermittlungsinstanz zwischen Praxis, Politik und Wissenschaft zu wirken - eine Rolle, die er seit über 140 Jahren ausfüllt.
Steckbrief
- Rechtsform
- e.V.
- Sitz
- Berlin
- Adresse
- Michaelkirchstraße 17/18
10179 Berlin - Telefon
- +49 30 62980-0
- info@deutscher-verein.de
Leitung
- Dr. Irme Stetter-Karp (Präsidentin)
- Dr. Verena Staats (Vorständin)